
Die Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems, die beim Kontakt mit normalerweise harmlosen Umweltelementen, wie z.B. Pollen, Milben oder Hausstaub auftritt. Die Auslöser dieser Überempfindlichkeitsreaktion bezeichnet man als Allergene. Die allergische Reaktion verläuft in verschiedenen Etappen:
1. ETAPPE
Wird z.B. ein Allergen eingeatmet, so wird es von einer Antigen-präsentierenden Zelle (spezialisierte Immunzelle) absorbiert und umgeformt (Grundlage der spezifischen Antikörper-Synthese durch den Organismus).
2. ETAPPE
Die Antigene werden den Lymphozyten T4 präsentiert, die jetzt Botenstoffe produzieren – die so genannten Zytokine.

3. ETAPPE
Die Botenstoffe (Zytokine) lösen das Anschwellen (Entzündung) der Schleimhäute (durch die B-Lymphozyten, IgE Antikörper, Mastozyten, Histamin, Prostaglandine und Leukotriene) aus.

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Die Mikroimmuntherapie wirkt direkt auf das gestörte Immunsystem des Patienten und verfolgt dabei einen ganz anderen Ansatz, als die herkömmlichen Therapien (die Schulmedizin ist in erster Linie auf die Symptome der allergischen Reaktion ausgerichtet). Die Mikroimmuntherapie agiert hingegen in zeitlich abgestufter Form auf verschiedenen Ebenen der Immunreaktion.
So versucht die Mikroimmuntherapie die Aktivität der T- und B-Lymphozyten zu dämpfen, die Verbreitung der Eosinophilen zu stoppen und die Entzündungsreaktion einzudämmen. Zu diesem Zweck wird in der Mikroimmuntherapie eine vorbeugende Allergiebehandlung eingesetzt, die das Immunsystem durch gezielte Informationsübermittlung (1 Kapseldosis pro Tag / 2 Monate vor dem Auftreten der ersten Allergene, bis zum Ende der Allergiesaison) dazu in die Lage versetzt, auf natürliche und angemessene Weise auf das Auftreten der Allergene zu reagieren. Dieser immunologische Anpassungsprozess schwächt in keiner Weise die generelle Abwehrbereitschaft unseres Immunsystems gegenüber anderen Antigenen. Im Gegenteil: das Immunsystem wird durch die Wiederherstellung des natürlichen Gleichgewichts gestärkt und das immunologische Abwehrvermögen unseres Organismus dadurch noch geschärft.